Begriffserklärung

Darstellung der Lunge, der Atemwege, des Bronchialsystems

Der Begriff Asthma bronchiale leitet sich vom griechischen Wort ?s?µa für Atem ab. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine chronische Entzündung der Atemwege, die zu einer permanenten Überempfindlichkeit der Atemorgane führt.

Häufigkeit (Epidemiologie)

Im Regelfall beginnt Asthma bronchiale schon im Kindesalter. Etwa 5% der Erwachsenen und 10% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind davon betroffen. Somit zählt die Asthma bronchiale zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern.

Im Vergleich zu Frauen erkranken Männer seltener an Asthma. Die Inhalation von Zigarettenrauch während der Schwangerschaft kann die Wahrscheinlichkeit einer Asthma-Erkrankung des ungeborenen Kindes erhöhen.

Die Zahl der in Deutschland auf Asthma zurückgeführten Todesfälle beträgt ungefähr 5000 pro Jahr.

Symptome (Erscheinungsbild der Krankheit)

An Asthma erkrankte Patienten erleiden häufig Atemnotsanfälle. Zurückzuführen sind diese auf Atemwegsverengung, die durch erhöhte Schleimbildung, Verkrampfung der Atemmuskulatur und der Bildung von Ödemen hervorgerufen werden.

Diverse Reize wie Allergien, Infektionen der oberen Atemwege, Kälte, Überanstrengung, verunreinigte Luft, psychische Belastungen (Stress) können eine Steigerung der Symptome hervorrufen. Die Empfindlichkeit der Atemwege steigt, eine Intensivierung der Entzündung tritt auf.

Therapie / Behandlungsmöglichkeiten

Mit einer gezielten fachärztlichen Behandlung sowie einer angepassten Lebensweise kann das Auftreten dieser Symptome reduziert und bis zur Beschwerdefreiheit komplett unterbunden werden.

Praxis Dr. Wolfgang Göbel - Asthma bronchiale - Tabletten

Cortison (Glucocorticoide) gehört neben den ß2-Sympathikomimetika (stimulieren das vegetative Nervensystem) zu den am häufigsten verwendeten Wirkstoffen bei der Behandlung von Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), welche sich durch chronische Entzündungen der Lunge äußern.

Durch die Einnahme / Inhalation mithilfe eines Atemsprays oder Pulvers gelangt das Cortison direkt in Lunge und Bronchien. Nur in Fällen besonderer Härte wird über einen kurzen Zeitraum Cortison in Form von Tabletten eingenommen. Die Entstehung von Entzündungen der Lungenschleimhaut wird durch Cortison unterdrückt. Die langfristige Einnahme vermindert das Überreagieren des Lungengewebes auf Reize. Infolge sinkt die Häufigkeit der Asthma- bzw. Atemnotsanfälle.

Bei der Therapie von Asthma bronchiale kommen zum einen Bedarfsmedikamente zum Einsatz, die bei einem akuten Asthmaanfall die Bronchien erweitern und so die Atemnot vermindern. Zum anderen kommen Langzeitmedikamente zum Einsatz, die nicht zur Unterdrückung der akuten Symptome, sondern zur langfristigen, anhaltenden Bekämpfung der Ursachen der Asthma-Anfälle gedacht sind.

Asthma-Patienten neigen dazu, die Bedarfsmedikamente zu oft einzunehmen, da die Akutmedikamente einen sofort spürbaren Effekt erzielen und das Einnehmen der Langzeitmedikamente oft als unbequem empfunden wird. Zur erfolgreichen Therapie des Asthma ist jedoch gerade die Einnahme der Langzeitmedikamente, welche Entzündungen vorbeugen, sehr wichtig.

Formen der Asthma Bronchiale

  • Allergisches Asthma
    Bei Kindern ist Asthma hauptsächlich allergisch bedingt
  • Nicht-allergisches Asthma
    Das nicht-allergische Asthma tritt hauptsächlich bei Erwachsenen ab dem Alter von 35 auf
  • Mischformen der Asthma bronchiale

Entstehung der Asthma bronchiale

Folgende Faktoren können zur Entstehung der Asthma bronchiale beitragen:

  • Entzündung der Bronchien (Luftwege des Lungensystems)
    Allergene wie zum Beispiel Hausstaubmilben, Pollen o.ä. bzw. andere Reize lösen eine Entzündungsreaktion der Bronchialschleimhaut aus.
  • Bronchiale Überempfindlichkeit
    Eine Überempfindlichkeit der Bronchien gegenüber Reizfaktoren wie zum Beispiel kalter Winterluft führt zu Atemnotserscheinungen.
  • Mangelnde bronchiale Reinigung
    Obstruktion ist die Verkleinerung des verfügbaren Querschnitts infolge von Flüssigkeitseinlagerung in die Schleimhaut, von gestörter oder erhöhter Schleimsekretion und der Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien. Die Selbstreinigung der Lunge zum Erliegen, der Schleim kann nicht abfließen und verstärkt die Schädigung des Gewebes.

Asthma-Schulungen

Wir veranstalten für unsere Patienten regelmäßig Asthma-Schulungen, welche ganz oder teilweise von den Krankenkassen übernommen werden. In diesen Schulungen vermitteln wir Ihnen das nötige Wissen, welches Sie bei dem Umgang mit Ihrer Erkrankung unterstützt und so Ihre Lebensqualität signifikant verbessern kann.

Bitte erkundigen Sie sich bei uns nach dem nächsten Termin.